Tinnitus – Wenn das Ohr keine Ruhe gibt

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Tinnitus sind Ohrgeräusche (wie z.B. Pfeifen, Summen, Rauschen,…) die in einem oder beiden Ohren wahrgenommen werden.

Man unterscheidet 2 Formen:

1. Subjektiver Tinnitus

Hierbei nimmt nur der Betroffene die Geräusche wahr. Dies ist die häufigere Form.

2. Objektiver Tinnitus

Hierbei handelt es sich um sogenannte Körpergeräusche. D.h. es gibt Schallquellen in Ohrhöhe, welche durch Hilfsmittel wie z.B. Stethoskop, Mikrofon, etc. messbar sind. Ursachen können u.a. Gefäße oder Muskeln sein. Der objektive Tinnitus ist meist pulsierend/pulssynchron (Geräusch ist im selben Takt wie der Puls). Diese Form ist sehr selten, ca 1% aller Betroffenen.

ACHTUNG: Besteht ein Tinnitus länger als 3 Monate spricht man von einem chronischen Tinnitus.

Ursachen:

idiopathisch (= keine eindeutige Ursache) ca 45% aller Betroffenen

 Innenohrschädigung durch:

* Lärmbelastung (z.B. Knalltrauma)

* Hörsturz

* Morbus Menière (Kombination aus Tinnitus, H.rsturz und Drehschwindel. Auslöser ist ein Lymphstau im Innenohr)

* Infektionen (v.a. Chlamydien)

* Vergiftung des Innenohres (durch Medikamente)

 

Minderdurchblutung des Ohres bei

* Hypotonie (niedriger Blutdruck)

* Hypertonie (Bluthochdruck)

* Anämie („Blutarmut“)

 

 Mittelohrerkrankungen:

*Ostosklerose (= entzündlich bedingte, fortschreitende Immobilität der Mittelohrgehörknöchelchen → Schallleitungsschwerhörigkeit)

* Erguss in der Paukenhöhle

 

sonstige Ursachen:

* Multiple Sklerose

* Hirntumor, z.B. Akustikusneurinom

* psychische Ursachen

* Schädel-Hirn-Trauma

* Veränderungen der Halswirbelsäule

* Kiefergelenksbeschwerden

* muskuläre Verspannungen

Behandlungsmöglichkeiten:

Infusionen, Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, TCM, Enspannungstherapie, Selbsthilfegruppen

Manuelle Therapie:

* HWS

* Kopfgelenke

* Kiefergelenk (Fehlstellung /-belastung z.B. durch Knirschen)

* muskuläre Regulation

 

Auch durch die Fußreflexzonentherapie (FRZ) kann man Einfluss auf Tinnitus nehmen. Zum Einen behandelt man hierbei direkt die Fußzone am Fuß, zum anderen zusammenhängende Zonen, die den Tinnitus beeinflussen können. So kommen hier folgende interessante Zonen/Gebiete in Frage:

• Schulter

• Hüftgelenk

• Gallenblase

• Ovarien

• Hoden

• Beckenbänder

• Narben

• Dünndarm

• HWS

• BWS

• Hormone

Wenn diese am Fuß einen positiven Befund ergeben, so sind sie in die FRZ einzubinden. Alles in allem ist der Tinnitus ein komplexes Geschehen, welches einer guten Befundung bedarf und entsprechend, evt auch durch mehrere Methoden, eine ganzheitlichen Behandlung benötigt.

 

Nadine Schäfer

Quellen: www.tinnitus-mag.de, www.tinnitus-liga.de, www.enad.eu, Naturheilpraxis Heute (Elvira Bierbach), Praktisches Lehrbuch der Reflexzonentherapie am Fuß (Hanne Marquardt)